Unternehmer mit Augenmaß

Zuerst möchte wir hier einige Negativbeispiele nennen. Ein Unternehmen aus dem hiesigem Raum gewährte, vor der Krise, seinen Geschäftsführern ein Jahresgehalt von 450.000,– €.  In dem Geschäftsjahr haben die Geschäftsführer den Mitarbeitern das Urlaubsgeld gestrichen und das Weihnachtsgeld gekürzt. Begründung: “ „Das machen alle so. “
Eine mit Staatshilfe überlebende Firma in Amerika zahlt schon wieder Boni in Höhe von 21.000.000,– Dollar aus. (einfach unanständig)
Die Fa. Grohe wurde von einer sogenannten Heuschrecke gekauft. Anschliessend wurde ein erhebliches Darlehen, angeblich, für die Firma aufgenommen. Nun wird aus den erwirtschafteten Gewinnen erst mal das Darlehen bezahlt. Dadurch hat sich die Firma natürlich auch als Steuerzahler verabschiedet. Diesen Firmeninhabern ist sicherlich entgangen, wer den Erfolg des Betriebes erarbeitet hat. Sicherlich muss Gewinn erzielt werden, es ist aber an der Zeit die Mitarbeiter, die überwiegend 100% geben, angemessen am Gewinn der Firmen zu beteiligen. Dies wäre für die Mitarbeiter Lob und Motivation. Bedenklich ist in diesem Zusammenhang auch, das 70% der Arbeitnehmer krank zur Firma gehen. Diese sind nicht erkrankt, weil sie in der Sonne gelegen haben, sondern weil sie im Berufsleben alles für den Arbeitgeber getan haben. Unter Mithilfe der Bundesregierung wird nun dieser Personenkreis aus der Verantwortung für unser Gesundheits- und Staatswesen entlassen. Hier muß erwähnt werden, das im Verteidigungsfall, er möge nie eintreten, auch das Leben der Unternehmer verteidigt wird. Es ist daher unverantwortlich wenn Unternehmer sich aus der Finanzierung des Staates weitgehend verabschieden. Es gibt natürlich auch positive Beispiele.
Eine Firma aus dem Raum Neuss wurde für 23 verschiedene Arbeitszeitmodelle für ihre Mitarbeiterinnen ausgezeichnet.
Eine Bank in den USA zahlt ihrem Vorstandsvorsitzenden nur „190.000,– Dollar“ als Jahresgehalt. Diese Bank wurde von der Wirtschaftskrise, uns wundert es nicht, nicht betroffen. Die Firma Bayer hat einen Fonds aufgelegt den nur die Mitarbeiter für ihre Altersversorgung kaufen können.
Überall dort wo Macht- und Geldgier überwiegen, macht das Management Fehler und setzt die Firma in den Sand. Ohne eine positivere Unternehmerkultur sind auch unsere Sozialsysteme nicht zu halten. Wir brauchen Unternehmer die ihre Verantwortung für die Gesellschaft erkennen und übernehmen.
Im übrigen ist es unvorstellbar, das diese „Grossverdiener“ ihr Geld jemals ausgeben können. Das letzte Hemd der Reichen hat auch keine Taschen.

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Datum: Samstag, 7. November 2009 11:35
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