Lohndamping und Leiharbeit
Die Firma Schlecker hat im Jahre 2009 einen Verlust von 42 Millionen Euro eingefahren. Die alten Schleckermärkte werden dicht gemacht. Betriebsbedingte Kündigungen sind ja erlaubt. Über die von der Firma Schlecker gegründeten Zeitarbeitsfirma „Meniar“ werden nun die ehemaligen Schlecker Mitarbeiter an die neu gegründeten Schlecker XL Läden vermittelt. Uns wundert es nicht, das nur die Hälfte an Lohn gezahlt wird. Auch die übrigen Sozialleistungen werden extrem zurückgefahren. Dies führt zu einem Stundenlohn der, je nach Arbeitszeit, sogar Leistungen nach SG II möglich machen. In diesem Zusammenhang muss auch auf die negativen Auswirkungen der Leiharbeit hingewiesen werden. Wenn ca. 30% Mitarbeiter einer Firma von einer Leiharbeitsfirma entsendet werden, kann hier nicht, wie es angedacht war, von einer Überbrückung von Spitzenzeiten gesprochen werden. Hier lassen sich einzelnen Firmen durch den Staat subventionieren, da für diese Mitarbeiter kein Tarifentgelt bezahlt wird und die Bezüge evtl. aufgestockt werden müssen. Dieser grosse Einsatz von Mitarbeitern einer Leiharbeitsfirma setzt den Abbau von Stammpersonal voraus. Darum auch hier, für alle Mitarbeiter von Leiharbeitsfirmen auf Berufsgruppen bezogenen Mindestlöhne, ähnlich dem Entsendegestz.